nordkurier

 Regionalsport Mecklenburg-Vorpommern

Artikel vom 08.07.2010

Greif-Kicker stehen vor erstem Härtetest

Von Thomas Krause
Torgelow. Mit einem Doppeltest geht für die Oberliga-Fußballer des Torgelower SV Greif die erste Trainingswoche nach der Sommerpause zu Ende. Morgen gastieren die Vorpommern beim brandenburgischen Kreisligisten SV Fürstenberg (18.30 Uhr), einen Tag später folgt schon der erste Härtetest. Die Mannschaft von Neu-Trainer Lothar Hamann hat dann den Verbandsligisten 1. FC Neubrandenburg zu Gast. In der heimischen Gießerei-Arena (Anstoß 14 Uhr) können sich die Fans auch ein erstes Bild von den Neuen beim TSV Greif machen. Mit Denis Novacic (Türkiyemspor), Enrico Günther (Germania Schöneiche), Christian Beck, Andy Brandau (beide Rot-Weiß Erfurt II) und Christian Preiß (BFC Dynamo) verpflichtete der Verein durchweg gestandene Regionalliga- und Oberligaspieler. Manager Eckart Märzke ist überzeugt, dass die Neuzugänge die Qualität im Greif-Kader verbessern werden: „Ich glaube, dass wir uns gut verstärkt haben.“ Ein alter Bekannter ist ebenfalls unter den

Neuzugängen: Michal Kotula. Der schnelle Pole, der vor eineinhalb Jahren von Ex-Trainer Timme aussortiert wurde und dann beim Pasewalker FV spielte, möchte es noch einmal in der Oberliga versuchen. „Er wollte unbedingt zurück und wird jetzt zwei Wochen bei uns trainieren. Dann entscheiden wir, ob Michal es noch mal packen kann“, sagt der Trainer. Schafft Kotula den Sprung in den Oberliga-Kader nicht, wird er in der Verbandsliga-Elf auflaufen.

Die Personalplanungen beim TSV Greif sind aber noch nicht abgeschlossen. Ein, zwei Spieler könnten noch hinzukommen in den nächsten Tagen. „Wir müssen noch etwas in der Offensive machen“, sagt Trainer Lothar Hamann. Benjamin Gaudian wird aber nicht das Greif-Trikot tragen. Mit dem Ex-Torjäger der TSG Neustrelitz, der zuletzt bei Hannover II kickte, stand Torgelow in Verhandlungen. Gaudian unterschrieb mittlerweile aber beim SC Verl.

Nach den ersten Trainingstagen mit seiner neuen Mannschaft ist Lothar Hamann indes sehr zufrieden. „Wir arbeiten hart. Aber die Jungs sind trotzdem alle locker drauf, haben viel Spaß“, sagt er. Vorbei scheinen die Zeiten, als die Spieler sich unter Ex-Chef Dieter Timme kaum trauten, ein Späßchen zu machen. Bei Timme herrschte unter anderem absolutes Alkoholverbot und sorgte damit bei den Fußballern für Unmut. Nun dürfen die Kicker wieder mal ein Bierchen nach dem Training genießen. „Ich bin keiner dieser Disziplinfanatiker. Es gibt Regeln, an die müssen sich die Jungs halten. Ansonsten können sie auch mal ein Bier trinken. Warum nicht? Es sind doch alles erwachsene Männer“, sagt Lothar Hamann. Der 58-Jährige freut sich, mit welcher Herzlichkeit er in Torgelow vor allem von den Fans aufgenommen worden ist. „Wenn man von einem langjährigen Derbykontrahenten kommt, ist so etwas nicht selbstverständlich. Deshalb hat mich das wirklich sehr gefreut. Aber entscheidend wird sein, was wir auf

dem Platz leisten.“ Über große Saisonziele und schönen Fußball will Hamann nicht philosophieren. „Was ich aber verspreche ist, dass wir ehrliche Arbeit leisten werden.“
 


 

 
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